Monitoring

Seit über 50 Jahren werden Gletscher in den mittleren Hohen Tauern vermessen. Im Jahr 1960 wurden von Heinz und Werner Slupetzky die ersten Messmarken am Stubacher Sonnblickkees (SSK), Ödenwinkelkees sowie dem Unteren Riffelkees angebracht. Somit konnte bereits ein Jahr später, 1961, die erste Längenänderung gemessen werden. In den darauf folgenden Jahren wurde die Forschung im Stubachtal erweitert:

1963 Einrichtung eines Massenbilanz-Messprojekts und eines Niederschlagmessprogramms im Einzugsgebiet des Weißsee
ab 1965 Aufnahme des Massenbilanz-Messprogramms in das österreichische Nationalprogramm der Internationalen hydrologischen Dekade (IHD) 1965 – 1974
Fortsetzung im Internationalen Hydrologischen Programm (IHP) 1975 – 1981 durch das Hydrographische Zentralbüro in Wien (HZB)
Seit 1981 bis heute, Fortsetzung zur Erfassung der Veränderung von Schnee und Eis – im Auftrag des Hydrographischen Landesdienstes Salzburg
seit 1965 sukzessiver Ausbau zu einem glaziologischen Forschungsschwerpunkt sowie Errichtung der Hochgebirgs- und Nationalparkforschungsstelle Rudolfshütte der Universität Salzburg
die im Jahre 1961 gegründete Wetterstation Weißsee (2.304 m) wurde 1980 zu einer ganzjährig besetzten Synop-Station des Hydrographischen Dienstes Salzburg ausgebaut, durch die Wetterdienststelle Salzburg und OÖ und der ZAMG
heute ist die Wetterstation in einem Nebengebäude des Berghotels Rudolfshütte untergebracht

Die Erfassung der Wetter-  und Klimadaten ist im Zusammenhang mit Massenbilanzmessungen unabdingbar. Die Klima-Gletscherbeziehung ist zum Verständnis der Gletscherschwankungen essenziell.

Daten