Ablationsmessungen

Die Messung der Ablation ist sowohl für die Bestimmung der Massenbilanz (mit der direkten glaziologischen Methode), als auch für die Ermittlung der Jahresbilanz von Bedeutung.

Pegelbohrung am ÖWKs 2017 (Foto: B. Zagel)

Unter Ablation (A) wird der Massenverlust beziehungsweise Output eines Gletschers verstanden. Dieser Massenverlust kann durch Abschmelzen oder auch durch Sublimation (direkter Übergang von festem zu gasförmigen Zustand) geschehen. Ist die Ablation größer als die Akkumulation, verkleinert sich die Maße – die Massenbilanz ist negativ.

Zur Ablation zählen:

  • Abschmelzen, Erosion (von Triebschnee), Sublimation, Kalben und Abbruch von Lawinen

Für eine positive Massenbilanz (Minimum: Gletscher hält seine Größe), ist vor allem die Witterung in der Abschmelzperiode wichtig. Schneereiche Winter sowie kühle und niederschlagsreiche Sommer führen zu einem Massenzuwachs.

Im gesamten Ablationsgebiet werden Pegel in das Eis gebohrt, wobei versucht werden muss die Verteilung der Maxima und Minima der spezifischen Massenbilanz zu erfassen. Die Ablationspegel werden mit dem GPS (Alterniv: Theodolit) eingemessen und im Folgejahr – gegen Ende der Ablationsperiode – abgelesen. Über die Eisabschmelzung wird, durch Multiplikation mit der Dichte des Gletschereises (p=900 km m-3), der Wasserwert für jeden Pegel bestimmt.